11.05.2020

Langsam zurück in den Berufsalltag. Was sollten Sie als Führungskraft dabei beachten?

Wie sieht die NEUE Normalität aus?

 

Lesen Sie mehr – Dauer 5 Minuten – mit verschiedenen Tipps

 

Langsam zurück in den Berufsalltag. Was sollten Sie als Führungskraft dabei beachten?

Allgemeine Situation:

Etappenweise werden die Mitarbeitenden in den nächsten Wochen und Monaten das Home-Office verlassen und sich in die Unternehmen und Weiterbildungsstätten begeben. Sie werden eine andere Geschäftsrealität vorfinden als die, die sie vor dem Lockdown verlassen haben. Die zahlreichen Schutzmassnahmen wie Hygienevorschriften, Abstand halten, etc. werden das soziale Leben innerhalb des Unternehmens beeinflussen. Die allgemeine Wirtschaftslage wird die Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Stakeholdern verändern. Es heisst, neu zu «denken».

Wir werden auf Menschen treffen, die die Kontaktsperre der letzten Wochen komplett unterschiedlich erlebt haben. Sie waren selbst betroffen oder Zeugen von Schicksalsschlägen, haben das Homeoffice genossen oder fühlten sich einsam. Wieder andere nutzten diese Zeit, um sich zu reflektieren, sich weiterzubilden, ihr Leben neu zu ordnen und sich der Familie zu widmen. Wir wissen nicht, was sich im Kern eines jeden abspielt. Wir sehen nur seine Hülle und das oft aufgesetzte Lächeln, auch wenn es im Inneren brodelt.
 

Wendepunkt: Erkenntnis

Eine neu gewonnene Freiheit beginnt mit zahlreichen Restriktionen. Wir wissen nicht, wie sich die neuen Massnahmen auf die Gesellschaft, die Unternehmen und die Gesundheit auswirken werden.

Die Lockerungen bringen Bewegung ins System, was Hoffnung und Zuversicht verbreitet. Die Führungskräfte sind speziell gefordert. Es scheint mir äussert wichtig zu sein, die Mitarbeitenden zu begleiten. Wir wissen aus Statistiken, dass die Burnout-Thematik, also die psychischen Belastungen in den Unternehmen, uns in der Schweiz wie in Deutschland Milliarden-Beträge in den letzten Jahren gekostet hat und da sprach noch keiner von COVID19.

 

Lösungen: Was können Sie als Führungskraft für sich und die Mitarbeitenden tun?

Das Mindset jedes Einzelnen im Unternehmen ist essenziell für jeden weiteren Schritt auf dem Weg zur neuen Normalität. Zusammen schreiten wir vorwärts in eine ungewisse Zukunft mit Herausforderungen und vielen Möglichkeiten.

Was Führungskräfte für ihre Mitarbeiter tun können:

  • Vereinbaren Sie mit jedem Mitarbeitenden ein kurzes Willkommensgespräch. Zeigen Sie Wertschätzung, indem Sie aktiv zuhören und Verständnis zeigen. Sprechen Sie die Emotionen direkt an. Emotionen verlieren ihre Kraft, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen.
  • Vielleicht sind Sie von gewissen Vorgesetzten und Mitarbeitenden enttäuscht, weil sie anders reagiert hatten, als Sie dies erwartet hätten. Thematisieren Sie das mit den Betroffenen. Angst verändert Menschen. Angst blockiert die Ressourcen und den analytischen Geist.
  • Fixieren Sie erreichbare Ziele mit den entsprechenden Fristen und kontrollieren Sie diese, indem Sie zwischendurch nachfragen und einen Termin zur Zielerreichung vereinbaren.
  • Definieren Sie im Team klare Regeln, die für alle gelten, egal ob im Büro oder im Homeoffice.
  • Videokonferenzen: Alle Kameras sind eingeschaltet und die Mikrofone ausgeschaltet, damit die Nebengeräusche die Konzentration nicht stören. Geben Sie Vorbereitungsaufgaben und binden Sie alle mit ein. In kleineren Gruppen können Sie jeden um seine Meinung befragen, in grossen Teams kann dies durch Unterteilung in Kleingruppen geschehen.
  • Effiziente Kommunikation ist wichtig. Organisieren Sie zum Beispiel Shopfloor Meetings (tägliche Meetings als Bestandteil einer systematischen Prozessverbesserung) mit Videoaufschaltung, damit die Teammitglieder im Homeoffice auch teilnehmen können. Kreieren Sie eine Feedbackkultur mit genauen Regeln und führen Sie wertschätzendes Feedback ein. Dies ist Balsam für die Seele.
  • Achtung: Bei Online Meetings oder Trainings ist das Zeitmanagement anzupassen. Machen Sie regelmässig Kurzpausen. Die Teilnehmer ermüden schneller als im Face-to-Face.
  • Schaffen Sie Vertrauen durch Beziehungspflege. Organisieren Sie während der Woche kleine Events wie Kaffee-Klatsch-Online, spielerische Elemente wie Montagsmaler, Atemsessions oder Elemente aus dem Improvisationstheater. Das funktioniert off- und online. Humor fördert das Vertrauen und etwas Leichtigkeit können wir alle gut gebrauchen.

Was Führungskräfte für sich selbst tun können:

  • Achten Sie auf sich und überprüfen Sie regelmässig Ihr eigenes Mindset, indem Sie Ihre Gedanken beobachten. Diese Selbstreflexion hilft Ihnen, Ihre Gedanken, Ihr Verhalten und Ihre Emotionen in Einklang zu bringen.
  • Holen Sie bei Kollegen, Vorgesetzten und Freunden sowie Familie Feedback ein. Wir sind uns oft nicht darüber bewusst, wie wir auf andere wirken. Ihre Einstellung hat einen massgeblichen Einfluss auf Ihr Umfeld. Provokativ gesagt: Ihre Mitarbeitenden spiegeln Ihnen Ihr eigenes Verhalten. 
  • Nehmen Sie sich Zeit für kleine Auszeiten. Tun Sie sich Gutes, essen Sie ausgewogen und gönnen Sie sich genügend Schlaf. Drücken Sorgen und schlafen Sie schlecht, rate ich Ihnen, eine vertraute Person oder einen Coach hinzuziehen, bei dem Sie offen über Ihre Belastungen sprechen können. Wir können diese Krise nur zusammen überstehen. Ein Zauberwort wird «KOOPERATION» sein. Sie sind nicht alleine!

Kann ich Sie dabei unterstützen? Ich bin gerne für Sie da.
Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an.
Email: post@susanne-zimmermann.ch oder www.susanne-zimmermann.ch

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