11.11.2020

Die Angst geht um - Was hat Angst mit Lernen zu tun?

Täglich werden wir mit neuen Informationen zugedeckt, die Stressfaktoren verstärken. Wie können wir in dieser Situation unsere innere Freiheit entwickeln? Die Angst blockiert unsere Ressourcen. Sie macht uns hilflos.

(Text inspiriert vom Buch «Wege aus der Angst» von Gerald Hüther)

Lesen Sie mehr – Dauer 4 Minuten – mit verschiedenen Tipps

Die Angst geht um - Was hat Angst mit Lernen zu tun?

Allgemeine Situation:

Das Coronavirus hat uns voll im Griff. Wir befürchten Folgen für uns selbst oder für Personen, die uns nahestehen oder von denen wir abhängig sind. Wenn wir keinen Plan bereitstellen, läuft unser Notfallprogramm im Hirn ab. Uns sind drei Verhaltensoptionen genetisch angelegt: Zuerst Angriff, wenn dies nicht funktioniert, Flucht und wenn dies auch nicht geht, erstarren wir in der Ohnmacht.

Wir tragen verschiedenste Ängste in uns, die wir während unseres Lebens angehäuft und verstärkt haben. Wenn wir bedenken, dass unser Gehirn bis zum Ende der 8. Schwangerschaftswoche fast vollständig entwickelt ist, können wir uns vorstellen, was wir bereits für Emotionen im Mutterleib aufgenommen haben. 
Als kleine Kinder bekommen wir Angst, wenn wir mit Herausforderungen konfrontiert werden, die wir nicht lösen können. Aus diesen Gegebenheiten entstehen unsere Muster und Glaubenssätze, die uns als Erwachsene blockieren und Ängste hervorbringen können.

Wendepunkt: Erkenntnis

Wir Menschen haben zwei Grundbedürfnisse, nach Verbundenheit und Geborgenheit sowie nach Autonomie und Freiheit. Dies ist ein Teil unserer menschlichen Natur und Ausdruck unserer Lebendigkeit. Erleben wir etwas, was nicht zu unseren Erwartungen passt, werden wir unsicher, wissen nicht, was zu tun ist und wie wir uns verhalten sollen.        

Lösungen:

Nach Gerald Hüther haben wir drei Vertrauensressourcen.
Das Vertrauen…
- in die eigenen Kompetenzen
- es gemeinsam mit anderen zu schaffen
- «dass es wieder gut wird»

Je stärker diese Ressourcen ausgeprägt sind, desto weniger können Gefühle wie Irritation, Verunsicherung, Hilfslosigkeit Ängste auslösen. Folgende Hinweise werden Ihnen dabei helfen, diese drei Vertrauensressourcen aufzubauen.

Stärken der eigenen Kompetenzen:
Nehmen Sie ein Blatt Papier, Ihr Smartphone oder das Tablett und schreiben Sie alle Ihre Kompetenzen auf. Bitten Sie vier weitere Personen aus Ihrem beruflichen und privaten Umfeld (ein Familienmitglied, einen Freund oder Freundin, eine Führungskraft und ein Arbeitskollege oder eine Arbeitskollegin) Ihre wahrgenommenen Kompetenzen aufzuschreiben. Tragen Sie alle Kompetenzen zusammen. Das Resultat wird Sie erstaunen.

Gemeinsamkeit schaffen:
Verbinden Sie sich mit PartnerInnen, Gleichgesinnten und Andersdenkenden. Eine neue Welt benötigt neue Modelle des Lebens, der Arbeit, des Miteinanders etc. Dazu eigenen sich die Sozialen Medien hervorragend. Sie werden erfahren, dass dieser Austausch eine weitere Kraft für die Zukunft in sich birgt. (Entdecken Sie Angebote wie WOL Circle, Meetup etc.)

«Dass es wieder gut wird»:
Gehen Sie bewusst auf eine Gedankenreise zurück in Ihre Vergangenheit. Reflektieren Sie die verschiedenen Krisen, die Sie durchlaufen haben und Sie stellen fest, dass die Erfahrungen aus diesen Situationen Sie weitergebracht und gestärkt haben. Wir alle sind auf einer Heldenreise. Vertrauen Sie sich und Ihrem Lebensweg.
Es geht immer weiter… Ihr Gedankengut ist essenziell. WIR MENSCHEN SIND WIE WIR DENKEN UND WIE WIR HANDELN. Unsere innere Welt ist unsere Freiheit.

Die Angst lädt uns ein, zu lernen. Wenn wir die Angst überwinden und geeignete Lösungen gefunden haben, wird sich dies in unserem Gehirn verankern. Wir gehen gestärkt aus diesen Situationen heraus.

Der Weg in die Freiheit beginnt mit der Angst vor dem Unvorhersehbaren. Kein anderes Lebewesen ist in der Lage, seine eigene Lebenswelt so zu verändern und nach ihren Vorstellungen zu gestalten wie der Mensch. Wir können die gesetzlich vorgegebenen Rahmbedingungen nicht beeinflussen. Was wir aber können, ist unsere innere Welt neu denken und danach handeln. Das wird die äusseren Gegebenheiten verändern.

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Ich unterstütze Sie gerne. ICH BIN FÜR SIE DA.

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Email: post@susanne-zimmermann.ch oder www.susanne-zimmermann.ch

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