25.06.2019

Der Erfolg von Veränderungsprozessen beginnt bei der Führung

Kompetentes Management und wirksames Leadership machen’s möglich.

Der Erfolg von Veränderungsprozessen beginnt bei der Führung

Die vierte industrielle Revolution rollt vorwärts und wir wissen nicht genau, wohin diese Reise führt. Vertrauen in sich, in die Evolutionsgeschichte und unser Optimismus sind dabei wichtige Begleiter. Den Grundstein dafür legt die Führung.

Der Rückblick in einen herausfordernden Veränderungsprozess

Die Integration eines Deutschschweizer Familienunternehmens in eine international tätige französische Gruppe war einer der herausforderndsten Veränderungsprozesse, den ich begleiten durfte. Für den damaligen Marktleader Schweiz bedeutete er eine radikale Veränderung auf allen Ebenen. Zu berücksichtigen waren die zentralistische Führung aus Frankreich, einschneidende Organisations-, Prozess- und Strukturveränderungen sowie andersgelagerte Werte in den Unternehmenskulturen. Ich selbst war aktiv an der Einführung der neuen Verkaufsstrategie beteiligt. Die Rolle des Aussendienstmitarbeiters wurde vom «Berater zum Verkäufer» umbesetzt, die Verkaufsgebiete wurden verkleinert und die Anzahl der Mitarbeitenden aufgestockt. Die grösste Herausforderung war nun, den Aussendienstmitarbeitenden ihr bisher «wertvollstes» Arbeitsgerät, den PC, wegzunehmen und ihnen zu erklären, dass sie ab nun jeden Monat einen Karton Papier mit ihren Kundendaten nach Hause zugeschickt bekämen … Unmöglich meinen Sie jetzt? Ja, heutzutage wäre diese Papierform undenkbar.

Heute findet durch die «Verdigitalisierung» ein komplettes Umdenken der Arbeitsweisen statt und traditionelle Berufsbilder verändern sich gänzlich. Anstelle einer Person antwortet nun eine Roboterstimme am Telefon, anstelle vom Einkauf im Laden, wird alles per Internet abgewickelt, anstelle einer Rezeptionsdame steht „Pepper“, der Roboter am Empfang und weist Ihnen den Weg.

Veränderungen mitgestalten

Was wir von der Evolutionsgeschichte heraus lernen können, ist, dass Entwicklungen aus Zyklen mit Wendepunkten bestehen, dass Neues gut überlegt sein muss, ausreichend Zeit und Geduld braucht und dass es Etappen wie Zwischenziele benötigt. Das Wirtschaftsleben hingegen verlangt immer mehr und immer schneller. Den Anforderungen, die sich aus der Veränderung ergeben, unter diesen Umständen standzuhalten, ist die eine Sache. Sie gewinnbringend mitzugestalten, eine andere. Damit der Wandel nicht zur Überforderung mutiert, damit Veränderungen Sie nicht wertvolles Mitarbeiterpotenzial kosten, braucht es zukunftsorientierte Führung. Eine Führungsstrategie, die künftig mehr motiviert als kontrolliert, die mehr integriert als ausschliesst und sich flexibel auf die agile Arbeitswelt einstellt.

Machen wir gemeinsam das Unmögliche der Veränderung möglich, mit:

  • Einer zielorientierten, vorausschauenden Organisation von Workshops zum Thema Wandel: Werfen wir gemeinsam den Blick auf den Umgang mit Veränderungen auf den Prozess- und psychosozialen Ebenen, holen wir die bestehenden Emotionen ab und geben wir auch genügend Raum und Zeit zum Reflektieren.
  • Einer klaren, ehrlichen Kommunikation. Zeigen Sie Nutzen und Auswirkungen auf – und ermöglichen Sie eine transparente, vertrauenswürdige Kommunikationskultur.
  • Dem Bewusstsein für den Beweggrund und Sinn der Veränderung, indem Firmengeschichte, die Kultur oder Marktentwicklungen und die Industrie 4.0 den Mitarbeitenden vermittelt werden. Die Mitwirkenden werden so von Betroffenen zu Beteiligten.
  • Der aktiven Beteiligung der Mitarbeitenden in der Umsetzung, um so bestehende Widerstände und Ängste abzubauen.
  • Einer sinnvollen Präsenz und permanentem Engagement der zuständigen Führungskräfte während der gesamten Transformationsphase.
  • Einer sukzessiven Einführung der Neuheiten mit entsprechenden «Verdauungsphasen» und Erfolgserlebnissen. Erfolge dürfen gerne gefeiert werden.

Solche tiefgreifend angelegten Veränderungen erfolgreich zu managen, kann nur gelingen, wenn die oberste Führungsebene (inkl. Verwaltungsrat) «Rückendeckung» gibt, die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft und sich aktiv im Prozessablauf angemessen mitbeteiligt.

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